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Yutaka
Minegishi

Ringe
schnitzen

Ich möchte die Teilnehmer meines Workshops dazu herausfordern, Ringe aus massiven Materialien zu schnitzen.
 
Das Material kann sehr vielfältig sein, wie z.B. Holz, Knochen, Horn oder auch jenes, das ich selbst benutze wie Jet, Mammutstosszahn oder Bernstein. Die Teilnehmer sind herzlich eingeladen, ihre eigenen Schätze mitzubringen, solange sie mit ihren üblichen Goldschmiedewerkzeugen bearbeitet werden können.
 
Der Prozess an sich ist einfach, sodass jeder konzentriert und viel mit sich selbst und mit dem Material im Dialog sein wird, um zu hören, was das Material sein will. Durch diesen Prozess wird jeder Teilnehmer am Ende des Workshops mindestens eine neue Seite an sich selbst entdecken.

 
 
Ich mache Ringe aus einem einzigen soliden Stück Material.
Die meisten Kollegen konstruieren ihr Schmuckstück, indem sie verschiedene Materialien kombinieren und viele Schichten und Strukturen zusammenbauen. Dabei werden verschiedene Techniken wie Löten, Pressen, Fassen, Falten, Nieten, Kleben, Übereinanderlegen oder Einlegen usw. verwendet.
 
Ich arbeite völlig gegensätzlich und eigentlich sehr primitiv. Ich säge und feile das Material oder höhle es aus. Das ist kein aufbauender, sondern ein reduzierender Prozess. Ich zeichne oder modelliere nicht bevor ich das Material bearbeite, auch wenn es sich um teure Materialien wie Bernstein oder Rubin handelt. Ich versuche kein Bild des fertigen Stücks vor Augen zu haben und die beste Form während des Schnitzens zu finden.
 
Ein japanischer Meister sagte mir einmal, dass die schönste Form nur einmal während des Schnitzens auftaucht. Man sollte also weder zu weit gehen noch zu früh aufhören.
 
Yutaka Minegishi
 
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