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21.08. – 23.08.2020

Iris
Bodemer

Über die Unendlichkeit der Einschränkung

Eine Fülle der Möglichkeiten und Materialien übertönt oft das Wesen der Dinge. Die Konzentration auf ein Material oder eine Technik birgt Erkenntnisse im Machen und Denken. Dies führt uns über verschiedene Untersuchungen zu neuen Ansätzen.
Iris Bodemer liebt ihr Metier, das menschliche Mass und die Möglichkeit, Material, Form und Bedeutung im Schmuckstück zu einer Einheit zu verdichten. In ihrem Werk reklamiert sie für sich völlige Freiheit und folgt dabei allein ihrem inneren Kompass. Als Künstlerin möchte sie sichtbar machen, was sie berührt, und verarbeiten, was sie beobachtet. (…)
 
Alles in ihrem Schaffen dreht sich um die Interaktion zwischen Gedanken, den daraus entstehenden imaginären Bildern und den konkreten Gegenständen, die sie mit ihren Händen herstellt. Die verbindende Instanz ist dabei das Auge. Es beobachtet den Herstellungsprozess und entscheidet, ob sich der entstehende Gegenstand gut entwickelt oder nicht. Das künstlerische Schaffen ist eine Form des Denkens, bei der das Auge die Rolle des Schiedsrichters übernimmt.
Marjan Unger 2013
 
Iris Bodemer
1970 born in Paderborn (DE)
1989–1992 Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät, Pforzheim (DE)
1992–1996 Hochschule für Gestaltung, Pforzheim (DE)
1997–1998 Sandberg Insitute, Amsterdam, (NL)
since 1996 Studio in Pforzheim (DE)
since 2014 Teacher at the Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät, Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule, Pforzheim (DE)

 
Geschichten und Bilder – jeden Tag schüttet man sie durch einen Filter
und es bleibt darin zurück, was man bewahren muss.

 
Anton Tschechow